Flüchtlinge – oh wie schrecklich

Lieber Gott,

allerorts wird derzeit über Flüchtlinge gesprochen. Es gibt in Deutschland nicht genug Unterkünfte, die Verbrechensraten steigen und überhaupt ist es nicht gut für die eigene Stadt, wenn hier so viele Ausländer sind. Das höre ich oft. Und ich kann verstehen, wenn die Menschen Angst haben. Doch es ist nicht die Angst vor den Flüchtlingen, sondern die Angst vor vielem anderen. Ich kann nicht für andere sprechen, lieber Gott, aber wenn ich von Flüchtlingen in der eigenen Stadt lese, höre oder ihnen begegne, dann kommt das Leid und die Gefahr, die diese Menschen erlebt haben, so nah. Es ist nicht mehr irgendwo und weitweg, sondern es ist ganz nah – direkt vor der Tür sind die Flüchtlinge angekommen, die ich abends in der Tagesschau noch gesehen habe. Die ihr Hab-und-Gut verloren haben, die geflohen sind und alles zurücklassen mussten. Zudem sprechen sie nicht meine Sprache und ich auch nicht ihre. Das ist gar kein Vorwurf, denn sie wären keine Flüchtlinge, wenn sie sich lange auf die Reise hätten vorbereiten können.

Lieber Gott, es gibt viele positive Beispiele. Menschen, die keine Berührungsängste haben. Menschen, die ihre Hemmungen und Ängste überwinden und auf die Flüchtlinge zugehen. Sie kennenlernen und ihnen helfen sich in einer ihnen fremden Welt zurecht zu finden.

Gib mir auch den Mut diesen Schritt zu gehen. Und meine Ängste und Sorgen einfach über Bord zu werfen und auf diese Menschen zu zu gehen. Hier in meiner Stadt, in meiner Heimat. Damit auch die Flüchtlinge sich hier wohlfühlen können und in mir einen neuen Freund finden.

 

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Herbergssuche

Bald ist Advent die Sille Zeit, und auch eine Zeit der Hektik. Ich denke heute an Maria und Josef, die unterwegs waren um eine Herberge zu suchen. Herr, du weißt, dass auch viele Menschen eine Herberge bei uns suchen. Laß uns ihr Klopfen hören, denn du sagst, dass du vor unserer Tür stehst und anklopfst. Ich danke dir, Herr, dass es immer wieder Menschen gibt, die die Türen öffnen für manche, die uns berühren. Herr, öffne unsere Ohren, dass wir hören. Herr, Danke. Herr, Amen.

Chrisrine Rahn

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Gedenken

Herr, ich bring dir alle Verstorbenen in unseren Leben von Kriegen und Gewalt. Ich bring Dir alle Angehörigen an dein Herz, tröste sie in der Finsternis. Ich bringe Dir alle die helfen und begleiten, dass sie jeden Tag die Kraft bekommen zu helfen. Laß sie nicht allein, Herr.
Amen
Christine Rahn
Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Morgen-Mittag-Abend-Gebet

Morgen-Mittag-Abendgebet

Lieber himmlischer Vater, Gott.

Dank sei dir für DEINE Gegenwart, die genau dort ist, wo ich jetzt bin. DU bist mir näher als der Atem, näher als Hände und Füße.

DU bist mein Leben, mein Sein, Substanz, Aktivität und Gesetz. DU hast mir, DEINEM geistigen Kind einen Körper für diese Erdenzeit geschenkt.

Der Ort, darauf ICH, das Göttliche in mir, jetzt stehe, mich bewege, ist heiliges Land. DEINE Gegenwart geht vor mir her, macht die krummen Wege eben.

DU bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, DU schenkest mir voll ein, denn DU bist mein Brot, Wasser, Wein.

Du führest mich auf rechter Straße, damit mein Fuß nicht an einen Stein stoße. Und flöge ich bis zum fernsten Stern, so würde mich doch deine Hand halten.

Bettete ich mich in die Hölle, die Hölle von Krankheit oder Krieg, so bist DU auch dort gegenwärtig, ich weiß mich beschützt und geborgen.

DU bist der Friede, höher als alle Vernunft. DU bist die allumfassende Liebe, ich vertraue DEINER göttlichen Gegenwart, so lange ich lebe hier auf Erden.

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Nachtgebet

Nachtgebet

Lieber himmlischer Vater, Gott.

Ich liege im Bett, wälze mich hin und her.
Erdrückt vom Problem des heutigen Tages,
wird mir jegliche Ruhe und Schlaf genommen.
Was soll ich nur tun? Keine Lösung ist in Sicht.

Ich habe das Vaterunser gleich zweimal gebetet.
Gott mein Leid geklagt, nichts hat geholfen.
Da fällt mir ein: „Alle eure Sorgen werfet auf IHN,
denn ER sorgt für euch.“ (1. Petr.5:7)

Das ist mein Rettungsring, den DU mir zuwirfst,
ich klammere mich an, halte mich fest am Wort
vom allmächtigen, wissenden und liebenden Gott,
im Kampf mit einem Problem von dieser Welt.

Jedes Mal, wenn das Problem in mir aufsteigt,
setze ich dieses Wort Gottes dem entgegen.
Ich erlebe, wie das Vertrauen in Gottes Liebe
und SEINE Hilfe in mir wächst und stark wird.

Selbst, wenn ich in diesem nächtlichen Kampf
wenig Schlaf finde, so erwache ich doch
am Morgen fröhlich mit neuem Lebensmut
und das Problem hat sich von selbst aufgelöst.

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Weg.“ (Ps. 119:115)

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Ich bin bei dir

Lieber himmlischer Vater, Gott.

Braucht es mehr Worte und Gebete, um Gottes Gegenwart wahrzunehmen als diese 4 Worte: „ ICH BIN bei dir“, die vom Verstand ins Herz gesunken sind?

Lebt man in Furcht das Geld reiche nicht, vertraut aber dem Wort Gottes: „ICH BIN bei dir“, kommt von irgendwo etwas zum Essen oder vielleicht eine unerwartete Nachzahlung her.

Wenn dir eine schwere Krankheit prognostiziert wird, doch der Gegenwart des himmlischen Vaters vertraust: „ICH BIN bei Dir“, verschwinden die Furchtgedanken, denn man weiß sich von Gott geborgen und beschützt.

Hat man Angst vor einer Autofahrt, es könnte etwas passieren, ärgert sich aber über andere Fahrer, die Fehler begehen, erinnert sich jedoch plötzlich: „ICH BIN bei dir“, fällt aller Ärger und Stress von dir ab.

Wenn man sich fürchtet, überfallen, ausgeraubt zu werden, sich des „ICH BIN bei dir“, bewusst wird, kann niemand, der dir Böses will, der liebenden göttlichen Gegenwart nahe kommen, um Übles zu planen oder gar anzurichten.

Zu wissen: „Ehe Abraham war, bis ans Ende der Welt“ und das: „ICH BIN bei dir“ zu kennen, geschieht dir nichts.

„So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, was ihr wollt, es wird euch widerfahren.“ (Joh. 15:7)

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

25 Jahre Mauerfall

Herr, ich danke dir dafür, dass die Mauer damals eingerissen wurde, die eine lange Zeit der Einschränkung zur Freiheit war.
Herr, auch heute noch gibt es noch immer Mauern und Unzufriedenheit, verändere du die Herzen, dass es nicht wieder zum Bedürfnis nach Mauern kommt, sondern dass der Ruf nach Freiheit stärker wird. Danke, Herr, dass du gehandelt, da es Zeit war. Es ist dein Werk, führe es nach deinem Willen weiter.
Eure Christine Rahn
Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Was ich wirklich brauch

Ach Gott, ich schaue zu dir auf und hoff, dass du mich siehst,
das du mich nimmst so wie ich bin und was ich brauch mir gibst.
Denn du allein auf deinem Thron,
du weißt was ich begehr,
und was mein Herz zum klopfen bringt und was ich wünsch so sehr.
Ich kleines armes Menschenkind, ich denk an Ruhm und Ehr,
an Gold und bunten Edelstein, doch brauch ich das so sehr?
In meinem kleinen Erdenkreis,
da zählt sowas die Welt,
und richtig glücklich scheint zu sein, wer hat den Ruhm und’s Geld.
Doch ist der wirklich so zufrieden, oder scheint’s nur so zu sein?
Scheint der der wirklich reich am Geld auch wirklich reich zu sein?
Ach lieber Gott und heilger Geist, du kannst ins Herze sehn.
Und nur du kennst mein wahres ich, nur du kannst mich verstehn.
So geb ich mich in deine Hand
und hoffe nun auf dich.
Und sollt ich schon am Abgrund steh’n, so bitte rette mich.
Und mach aus diesem dürr Gestrüpp den schönsten Rosenstrauch,
und gib mir was mein Herz begehrt und was ich wirklich brauch.

Guido Hobitz
Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Segensgebet

Der Schöpfer Gott
segne uns,
sodass wir leben in der Gewissheit,
gewollt und geliebt zu sein
und uns so auch selbst annehmen können.

Christus, unser Bruder,
segne uns,
sodass wir leben können im Glauben,
dass er den Tod überwunden hat
und alles Schwere leicht werden kann,
sodass wir einander annehmen können,
so wie er uns angenommen hat.

Der Heilige Geist
stärke uns
mit der Kraft des Trostes und der Versöhnung,
die uns hilft, die Herausforderungen unseres Lebens zu bewältigen
und uns ermutigt,
mehr Frieden und Gerechtigkeit in die Welt zu tragen,
damit sie Heimat werde
für alle.
Amen.
Hanna Schwichtenberg
Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.