Heute geht es mir nicht gut

Gott, heute geht es mir nicht gut.
Ich spüre eine Unruhe in mir, eine unbestimmte Angst.
Ich bin unausgeglichen und finde nicht zur inneren Mitte.
Ich kann nicht genau sagen, was mit mir los ist.
Ich spüre nur, dass ich nicht im Lot bin.
Darf ich mich an dir festmachen, mich anlehnen an dich?
Es tut mir gut, dass du da bist. Ich suche Zuflucht bei dir.
Nimm mich in deine Arme und halte mich fest.
Lass mich geborgen sein in dir.
Amen.

Petra Stadtfeld

Du lebst in mir

Gott, du lebst in mir.
Du regst dich in meinen Regungen.
Du wohnst in meinem Herzen.
Finde ich zu mir, finde ich auch zu dir.
Bin ich in meiner Mitte, so bin ich in dir.
Du in mir und ich in dir.
Auf dieser Welt kann ich nur in meinem Körper existieren.
Er ist das Haus für meine Seele, deren Zuhause du bist.
Hilf mir dabei, gut mit mir selbst umzugehen,
indem ich auf meinen Körper achte
und darauf hören lerne, was er mir sagt.
Ich will dich lieben, so, wie du mich geschaffen hast,
mit Leib und Seele.
Amen.

Petra Stadtfeld

Lass mein Herz brennen

„Brannte nicht unser Herz, als er all dies sagte?“ –
Herr, lass mein Herz brennen für dich,
mit Begeisterung,
die auf andere übergeht.
Lass mein Herz brennen für dich, mit einer Liebe,
die nie endet, mit einer Freude, die nie aufhört.
Herr, lass mein Herz brennen für dich,
damit ich nicht aufhöre dich zu suchen
damit ich nicht aufhöre dir zu vertrauen,
egal was geschieht.

Herr, lass mein Herz brennen für dich,
so habe ich im Schweigen die wertvollsten Gespräche meines Lebens.
Lass mein Herz brennen für dich,
und du wirst mir in jedem Menschen gegenüberstehen.
Herr, lass mein Herz brennen!
So wird mein Leben zu deinem Lob
und zu meiner Freude gelingen.

Katharina Saller

Unterwegs in den Gewohnheiten

Unterwegs in den Gewohnheiten des Lebens.
Man weiß, was war.
Man weiß, was ist.
Unterwegs in den Gewohnheiten des Miteinanders.
Man weiß, was man erwarten kann.
Man weiß, was erwartet wird.

Unterwegs in den Gewohnheiten des Glaubens.
Man weiß, was man glaubt.
Man weiß, was wer glaubt.
Unterwegs in den Gewohnheiten – bis du kommst.
Bis du aufforderst, dir zu folgen.
Bist du aufforderst, ungewohnt zu leben.
Danke, dass du mein Leben ungewöhnlich machst!

Christoph Scheppe

Ich bekomme Mut

Guter Gott, viele neue Situationen bereiten mir Angst.
Ich habe Zweifel, ob ich das, was ich mir vorgenommen habe, schaffe.
Sobald ich mich aber daran erinnere, dass ich mich immer wieder vertrauensvoll
an dich wenden kann und ich meine Sorgen, Nöte und Ängste dir erzählen kann, geht es mir besser.
Ich bekomme neuen Mut.
Mit diesem Mut und dir an meiner Seite kann ich Sachen
schaffen, die ich mir vorher nicht zugetraut hätte.

Christine Kauter

Meine fünf Sinne

Gott, ich danke dir für meine fünf Sinne.
Es ist schön, hören, fühlen, riechen,
schmecken und sehen zu können.
Und ich weiß, das ist nicht selbstverständlich.
Auch mit meinen Sinnen kann ich dich entdecken:
im süßen Saft der Trauben,
in den Farben des Regenbogens,
in der Musik, in den wärmenden Sonnenstrahlen,
im Duft der Rosen.
Öffne meine Sinne auf dich hin,
damit ich dich in der Schönheit des Lebens erkenne.
Amen.

Petra Stadtfeld

Ich kann dich spüren

Lieber Gott, auch wenn ich nicht weiß, wie du aussiehst,
wie du bist, kann ich dich doch spüren.
Ich spüre dich als einen Wind, der durch meine Haare weht,
wie einen Regentropfen, der sanft auf meine Nase tropft,
und wie einen Sonnenstrahl, der mich aufleuchten lässt.
Dank dieser Gefühle weiß ich, dass es nicht wichtig ist,
zu wissen, wie du eigentlich bist.
Es macht mich schon froh, dass ich merke, dass du bei mir bist
bis ans Ende meiner Tage.

Lara Bösenecker

Ein Atemzug ohne Gott

Ein Atemzug ohne Gott – pulserhöhend.
Ein Tag ohne Gott – Atemnot.
Ein Jahr ohne Gott – lebensgefährlich.
Ein Leben ohne Gott – ewig tot.

Danke Herr, dass ich dich kenne.
Danke Herr, dass du mich liebst.
Danke Herr, dass du vergibst.
Danke Herr, ich lebe ewig.

Rahel Eggenberger

Hilf mir

Lieber Gott,
hilf mir, gut zu sein
und den rechten Weg zu finden.
Hilf mir, friedlich zu sein
und den Menschen Freude zu bereiten.
Hilf mir, ehrlich zu sein,
zu mir selbst und den anderen.

Frederic Hild