Großer Gott, ein Wort mag ich ganz besonders: Zufriedenheit. Ich danke dir, dass ich im tiefen inneren meines Herzens eine Grundzufriedenheit – so nenne ich es immer – habe. Ich kenne viele Menschen, die viel häufiger als ich unzufrieden sind, die eigentlich nie zufrieden sind, sondern immer nur sehen was sie nicht haben, was sie noch brauchen oder verbessern können. Ich dagegen habe diese Grundzufriedenheit. Klar, gibt es vieles was ich mehr haben möchte oder noch erreichen möchte, aber ich betrachte mich häufig auch von außen und sehe was ich habe, dass ich nicht mehr brauche, um glücklich und zufrieden zu sein. Ich danke dir für diese Einstellung.
Segen
Lieber Gott,
eine Freundin von mir, alleinerziehend, hat ein ganz tolles Kind. Ein Kind, das um die Wette strahlt, wenn ich es sehe. Das voller Lebenslust steckt. Doch ich weiß auch was meine Freundin jeden Tag und jede Nacht leistet mit ihrem Kind, das nicht gesund ist und mit einer Behinderung zur Welt gekommen ist. Segne sie und ihr Kind. Sie sind nämlich beide ganz toll. Und segne alle Menschen, die ebenso jeden Tag so viel leisten und mit ganzem Herzen für ihr Kind da sind.
Autofahrer
Jeden Tag sind Millionen Menschen mit dem Auto unterwegs. Heute möchten wir ganz besonders an all die denken, die mit dem Auto unterwegs sind. Lieber Gott, begleite sie auf ihrem Weg, dass sie sicher wieder nach Hause kommen.
Sturm im Leben
Wenn es mal wieder in meinem Leben stürmt und die Welt über mir einzustürzen droht, hilf mir, lieber Gott, dass ich den Sturm nicht zu bekämpfen versuche, sondern ihn auch als Chance sehe. Als Chance mein Leben neu zu ordnen, mich den neuen Herausforderungen zu stellen und vielleicht sogar den Wind des Sturms zu nutzen um Fahrt auf zu nehmen in eine neue Richtung.
Vermisste Kinder
Ich bete für alle vermissten Kinder und deren Angehörigen. Immer wieder lese ich in den sozialen Medien oder in der Tageszeitung von Kindern, die vermisst werden. Zum Glück tauchen die meisten bald wieder auf. Und doch gibt es eine Vielzahl von Kindern, die nicht wieder auftauchen, die immer noch vermisst werden und deren Angehörigen in einer furchtbaren Ungewissheit leben. Segne all diese Menschen und ich bete dafür, dass sie ganz schnell wieder zueinander finden.
Hunger
Lieber Gott,
segne alle Menschen, die auf dieser Welt an Hunger leiden müssen. Es ist kaum vorstellbar, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die nichts zu Essen haben. Und doch ist es leider so. Daher denke ich heute in meinem Gebet an all die Menschen, die unter Hunger leiden müssen oder gar verhungern.
Frieden auf dieser Welt
Lieber Gott, ich bete für jeden Tag ein bisschen mehr Frieden auf dieser Welt. Alle Kriege, alle Feindschaften und alles Böses wird nicht von dieser Welt verschwinden, aber wenn es jeden Tag ein bisschen mehr Frieden gäbe, wäre dies ein guter Weg. Vielleicht beginne ich einfach und schaue wem ich als erstes meine Hand heute reichen kann.
Segne
Herr, segne, was unsere Liebe braucht. Segne das, worauf unsere Hoffnung ruht. Segne unseren Blick und unsere Begegnungen.
© Moni Then
Corona
Corona – ein Zwischenfazit
Seit fast zwei Jahren leben wir in einer neuen Realität.
Wir halten Abstand, tragen Masken, waren in Lockdown eins,
dann in Lockdown zwei.
Zu Beginn der Pandemie, zuerst Schrecken, dann großer Zusammenhalt.
Die Welt bleibt zu Hause, stellt Kerzen ins Fenster,
singt und klatscht auf dem Balkon.
Die Welt aber auch sehr einsam, in den Krankenhäusern, Altenheimen,
auf den Intensivstationen. Leben und sterben im Lockdown.
Dann die gute Nachricht. Impfstoffe wurden gefunden, eine Chance aus der Krise?
Die einen drängeln, die andere zögern – bis heute.
Und jetzt? Inzidenzen, die durch die Decke gehen,
Welle vier, vielleicht die heftigste.
Ärzte die mahnen, Karnevalisten die feiern.
Glühwein Bratwurst, gebrannte Mandeln – Intensivstation und Tod,
noch nie zuvor gehört in einem Satz.
Was bleibt: Enttäuschung, Entsetzen, Traurigkeit.
Zweifel an dem gesunden Menschenverstand.
Aber auch Dankbarkeit bislang noch gesund geblieben zu sein
und niemanden verloren zu haben an die Krankheit –
höchstens an eine für mich schwierige Haltung.
Und die Überzeugung: Ich bin verantwortlich für das was ich tue oder lasse –
sonst niemand !
© Dagmar Ender
Erkrankungen
Heute, lieber Gott, denke ich besonders an all jene Menschen, die durch psychische Erkrankungen beeinträchtigt sind. Die kein „normales“ Leben führen können aufgrund ihrer Erkrankung. Hilf ihnen durch diese schwere Zeit. Stell ihnen Menschen beiseite, die sie unterstützen und ihnen helfen auf ihrem Weg.