Bedenke, dass du auch
auf einsamen Wegen
nie allein gehst.
Wenn du an Gott denkst
und lauschst, hörst du
den Schritt der Engel.
Aus Irland
Bedenke, dass du auch
auf einsamen Wegen
nie allein gehst.
Wenn du an Gott denkst
und lauschst, hörst du
den Schritt der Engel.
Aus Irland
Jesus, tu tatest, was notwendig war, nicht das, was man von dir erwartet.
Du warst der Freund der Ausgestoßenen und Missachteten, der Infizierten und der Habenichtse.
Dir war egal, wie reich jemand war oder welches Ansehen er genoss.
Dir war allein wichtig, dass er ein gutes Herz hatte und zur Umkehr bereit war.
Und worauf schaue ich bei den Menschen?
Auf ihr Äußeres.
Auf ihr Prestige.
Auf ihren Besitz.
Auf ihre Leistungsfähigkeit.
Ich will mich mehr an Jesus orientieren!
Alles hängt an mir,
alle wollen etwas von mir,
immer muss ich für jeden springen:
Ich kann nicht mehr!
Schenke mir Gelassenheit
und Mut zum Nein
zur richtigen Zeit!
Du bist der Weg, Wahrheit, mein Ziel.
Abschied nehmen
von Menschen,
von Sicherheiten,
von Vertrautem,
von Gewohntem,
ist schmerzhaft.
Abschied nehmen
bedeutet aber auch
Chancen wahrnehmen,
anderes entdecken,
Neues wagen,
sich verändern.
Wer sich der Zukunft nicht öffnet,
missbraucht die Gegenwart
und verachtet die Vergangenheit.
Gott, du bist der Garant aller Zukunft!
Nichts brauche ich zu fürchten,
wenn es auch für mich einmal heißt,
Abschied zu nehmen.
Guter Gott!
Wenn alle Dämme brechen,
Werte sich verkehren,
alles ins Wanken gerät
was mir bisher lieb und teuer,
wichtig und wertvoll war,
dann brauche ich dich umso mehr,
damit du meinem Leben Richtung gibst,
wie ein roter Faden,
der mir bei der Orientierung hilft.
Nicht hin und her geweht wie eine Fahne im Wind,
sondern aufrecht und selbstbewusst
will ich durch mein Leben gehen – mit dir.
Gott, du bist Liebe und Güte,
ich bin unbeherrscht,
habe mich nicht im Griff.
Gib mir Mut, mich zu entschuldigen,
und die Kraft, das wieder gutzumachen,
was ich zerstört habe!
Gott, du meine Stärke!
Danke für das Glück, das ich habe!
Danke, dass mein Können zum Erfolg geführt hat!
Halte mich in deiner Liebe und lass mich über mich selbst hinweg die anderen sehen!
Dieser Tag, Herr, geht zu Ende.
Dankbar lege ich alles in deine Hände.
Jede Begegnung, jedes Lächeln,
meine Fragen,
meine Arbeit, mein Mühen
und mein Versagen.
Jeden meiner Schritte,
Freude und Schmerz,
meine Gedanken, mein Wollen,
mein ganzes Herz.
In deine Liebe schließ alles ein.
Lass mich bei dir geborgen sein.
© Irmgard Erath
Ich rege mich auf über
einen verregneten Tag,
ein ödes Fernsehprogramm,
einen unberechtigten Elfmeter,
eine schlechte Beurteilung,
ein umfangreiches Projekt auf der Arbeit,
nervende Kollegen,
uneinsichtige Chefs,
andersartige Mitmenschen.
Andere klagen über
unzureichende Ernährung,
unmenschliche Arbeit,
ernüchternde Zukunftsaussichten,
mangelnde Zuneigung,
chronische Schmerzen,
zermürbende Einsamkeit,
bittere Armut,
verzehrende Heimatlosigkeit,
himmelschreiende Unrecht.
Gott, wie groß ist die Kluft geworden
zwischen ihnen und mir,
dass ich dem Dank die Klage vorziehe
und die Augen vor dem verschließe,
was wirklich drängt in unserer Welt.