Dank für Geist und Hände,
für das Brot, das wir verdienen,
für die Kunst, die wir schaffen,
für unser Wissen und Können,
für die Früchte unserer Zusammenarbeit.
Dank für alles,
was wir für andere leisten,
und für die Arbeitsfreude, die wir spüren
trotz Eintönigkeit und schwerer Belastung.
Dank für die Aufgabe,
die uns anvertraut wird.
Dank für die Erde,
unser eigenes Arbeitsfeld.
Dank für die Gemeinschaft,
in der wir zu uns selber kommen.
Dank!
Gott, du hast die Welt erschaffen
Gott, du hast die Welt erschaffen und bist alle Tage weiter in ihr am Werke.
Du lässt mich mitarbeiten durch alles Kleine und Große, das ich täglich tun darf.
Berate mich, stärke mich, gib mir Ideen und Fantasie, gib mir Ausdauer und Mut,
damit ich dich, meinen Schöpfer, nicht enttäusche.
Christus, der du bist Tag und Licht
Christus, der du bist Tag und Licht,
vor dir besteht die Nacht ja nicht;
du strahlst in deiner Gottheit Glanz,
lehr uns den Weg zur Wahrheit ganz!
Lass deine Engel bei uns sein,
dass wir in Frieden schlafen ein!
O heiligste Dreifaltigkeit,
dich loben wir in Ewigkeit!
Nach einem alten Hymnus
Gib mir Kraft
Gib mir Kraft für einen Tag!
HERR, ich bitte nur für diesen,
dass mir werde zugewiesen,
was ich heute brauchen mag.
Jeder Tag hat seine Last,
jeder Tag bringt neue Sorgen
und ich weiß nicht, was für morgen
du mir, HERR, beschieden hast.
Aber eines weiß ich fest,
dass mein Gott, der seine Treue
täglich mir bewies aufs Neue
sich auch morgen finden lässt.
Gib mir heute deinen Geist,
dass das Band wird stark erfunden,
das mich hält mit DIR verbunden
und bis morgen nicht zerreißt.
Nun, so will ich meine Bahn
ohne Sorgen weiter schreiten.
DU wirst Schritt für Schritt mich leiten,
bis mein letzter Schritt getan.
Edith Stein
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Frankreich 1913
Gib mir ein
Herr und Vater, gib mir ein, was ich denken, reden und tun soll, und begleite mich dabei mit deiner Hilfe, damit alles, was ich tue, nach deinem Willen und aus Liebe zu dir begonnen und vollendet wird. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Dein ist der Tag und dein ist die Nacht
Dein ist der Tag und dein ist die Nacht,
lass leuchten das Licht deiner Wahrheit.
Vieles war heute gut, schön und wertvoll …;
ich danke dir dafür.
Anderes war halb, nutzlos und böse …;
verzeih mir!
Du kennst mich, du liebst mich. – Dir vertraue ich.
Sei bei mir in der Ruhe der Nacht
und lass mich morgen gesund erwachen.
Segne alles
Segne alles,
was ich tu und was ich seh,
jeden Schritt und jeden Weg,
den ich heute geh.
Segne jedes Wort,
das ich heute sag,
und alles,
was ich zu geben vermag.
Segne meine Gedanken
und das Werk meiner Hände.
Segne diesen Tag,
seinen Anfang und sein Ende.
(c) Irmgard Erath
Herr, ich danke dir
Herr, ich danke dir
für das Wunderwerk,
dass ich denken und sprechen,
hören und verstehen kann.
Du hast dich uns geoffenbart
im Wort
und sprichst uns an
durch Ereignisse.
Gib mir ein feinfühliges Herz,
dass ich dich erkenne und verstehe
und mit Dank und Liebe
auf deine Anregungen antworte.
Herr, lehre mich so beten,
dass ich dir wirklich begegne.
Abschied nehmen
Herr, ich muss Abschied nehmen
von diesem geliebten Menschen.
Vielleicht für sehr lange Zeit.
Es fällt mir so unendlich schwer.
Stehe uns bei,
damit wir uns nah bleiben,
egal, wie weit entfernt wir
voneinander auch sein mögen.
Segne uns und die Wege,
die wir nun getrennt gehen,
damit sie uns auch jetzt in die gleiche
Richtung führen und wir uns sicher
wiedersehen.
(c) Irmgard Erath