Krankheit

Gebet
(Krankheit)

Lieber Gott, himmlischer Vater!

Es ging mir gar nicht gut,
also ging ich zum Hausarzt,
der hatte sofort einen Verdacht
und wies mich in eine Klinik ein.

Untersuchten mich von Kopf bis Fuß,
der Verdacht verhärtete sich,
ich habe … oh, mein Gott,
und posaunte es aus mir heraus.

Welches Mitgefühl wird mir nun zuteil,
Kraft wird mir gewünscht, beten will man,
dass Gott mir hilft gesund zu werden,
überwältigt bin ich, von so viel an Liebe.

Als man mir jedoch die Frage stellt:
„Kann Gott eine Krankheit heilen,
die ER nicht geschaffen hat?“
Da beginne ich zu grübeln.

Wenn Krankheit von dieser Welt ist,
mit wem oder was identifiziere ich mich?
Mit dem Körper von Eltern mir gegeben,
oder erkenne ich mich als göttliches Sein?

Der irdische Körper wird geboren und stirbt,
doch das wahre Sein als Kind von Gott,
ist das göttliche Leben ewig, unendlich,
unsterblich, unberührbar und unzerstörbar.

Die Krankheit hat nur die Macht,
die man ihr selbst gibt, in sich wach hält.
Verbannt man sie aus seinem Bewusstsein,
wird man immer weniger von ihr belästigt.

Dank sei dir, himmlischer Vater,
DU hast keine Krankheit geschaffen,
was DU nicht geschaffen, ist nicht geschaffen,
denn DU bist die allgegenwärtige Allmacht.

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets

Die Herrlichkeit Gottes

Gebet
(Die Herrlichkeit Gottes)

Singend stehe ich voller Glück am Fenster,
die Sonne scheint, die Vögel zwitschern,
die Blumen stehen in voller Pracht und Blühte,
Rosen am Haus betören mich mit ihrem Duft.

Dann nach einem kurzen Regenguss
atme ich frei, herrlich frische Luft,
vor mir breitet sich ein Regenbogen aus,
wird es einen schönen Sonnenuntergang geben?

Mein Herz jubelt, ich erlebe Gottes Herrlichkeit.

Doch dann, heute ist der Himmel trübe, es regnet,
keine Blume blüht, kein Vogel zwitschert mehr,
Sturm und Hagel folgen, ja Wassermassen lassen
Flüsse über die Ufer treten, überschwemmen alles.

Viele Menschen helfen, füllen Sandsäcke,
versuchen zu retten, was zu retten ist.
später sieht man im Fernsehen die Schäden,
tote Tiere, auch Todesopfer sind zu beklagen..

Wo ist da die Herrlichkeit Gottes geblieben?

Sah ich wirklich die Herrlichkeit Gottes
oder nur einen kurzen, äußeren Schatten davon?
Wo hat sich die Herrlichkeit Gottes bei schlechtem
Wetter und Katastrophen hin verzogen?

Verließ uns die Herrlichkeit Gottes oder hielt
man sie dort für Wirklichkeit, wo sie nicht ist?
Hat man vergessen, dass Gott Geist ist
und diese Welt geistigen Ursprungs ist?

Sollte Gottes Herrlichkeit daher nicht unabhängig
und unsichtbar vom äußeren Schein sein?

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Gedanken im Herbst …

Herbst, ich sollte dich willkommen heißen,
mich freuen über bunte Farbenpracht,
doch denk‘ ich jetzt schon an den nahen Winter,
der alles farblos und viel kälter macht.
Noch sind die Wälder eingetaucht in Farben gelb und rot,
bald liegen sie in kühlem Weiß, erinnern mich an Tod.
Ein kleiner Tod, der einem Dämmerschlaf will gleichen,
doch neue Hoffnung lässt entsteh‘n.
Wenn dann die letzte Jahreszeit muss weichen,
werd‘ ich mit Freude Lenzes Sonne sehn…

© Maria Kindermann

Kleinigkeiten

Lieber Gott,

manchmal werden Kleinigkeiten zu riesigen Problemen. Ein falsches Wort, vielleicht gar ein Versprecher, können Probleme hervorrufen, die man sich zuvor nicht hätte vorstellen können. Erst heute habe ich jemanden getroffen, der durch einen Unfall im Gesicht entstellt war. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass meine Sorgen, die mich Tag ein, Tag aus begleiten ganz winzige oder gar keine Sorgen sind im Vergleich zu den Belastungen, Schmerzen und Sorgen, die diese Person gehabt haben muss und noch täglich hat.

Schenke mir Gelassenheit im Umgang mit meinen eigenen Sorgen und einen neuen Blick auf meine Sorgen und Probleme und ein offenes Ohr für die Sorgen anderer.

 

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Lebenssinn

Gebet
(Lebenssinn)

Lieber himmlischer Vater, Gott
Ich sehe keinen Sinn in meinem Leben,
alles erscheint mir sinnlos.

Morgens wache ich verspätet auf,
haste aus dem Haus, verpasse den Bus,
laufe im Regen, komme nass beim Job an,
nur Ungemach den ganzen Tag.

Abends sinke ich todmüde ins Bett,
Alpträume verfolgen mich,
das Geld reicht vorne und hinten nicht,
und nun auch noch ein Arzt Besuch.

Und doch bin ich froh zu leben.
Sag’ mir, was hat das alles für’n Sinn,
was soll all der Schmerz, die Lust?
Wo finde ich Ruhe, wo den Frieden?

„Glücklich sollst du sein im Leben,
denn das ist deine Bestimmung.“

Bevor du aufstehst am Morgen,
danke Gott für diesen neuen Tag,
für die Arbeit, die du zu tun hast,
für deine Familie, deine Freunde.

Nimm dir Zeit fürs Frühstück,
geh’ in Frieden aus dem Haus,
segne jeden, den du triffst,
schenke ihm/ihr ein Lächeln.

Erkenne ihn/sie als Bruder/Schwester,
den du lieben sollst, wie dich selbst,
denn das Glück, was du gibst,
kommt zu dir zurück.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“,
ein Sprichwort, zugleich geistiges Gesetz.
„Himmlischer Vater, dir sei Lob und Dank,
mir deiner Gegenwart bewusst, ist mein Glück.

AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Lieber Gott,

wenn nicht jetzt, wann dann? Wann soll ich dann an mir arbeiten, auf andere Menschen zu gehen und mich für die Schwachen und Armen engagieren? Es ist Zeit zumindest mit kleinen Schritten in die richtige Richtung zu gehen. Begleite mich auf diesem Weg.

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Ich freue mich

Lieber Gott,

sei bei mir an diesem Tag. Begleite mich an diesem Tag auf allen Wegen, die ich gehe. Sei bei mir in schönen Momentan und in schlimmen Momenten.
Ich freue mich auf diesen neuen Tag.

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Gib mir Rat

Gebet

Oh, mein Gott, himmlischer Vater,
hilf mir, gib mir Rat, was soll ich tun?

Wir sind seit 40 Jahren verheiratet,
seitdem ich jedoch pensioniert bin,
steht meine, bisher so friedliche Welt,
völlig auf dem Kopf, ist aus den Fugen.

Meine Frau kritisiert mich von morgens
bis abends, nichts mache ich ihr recht.
Mein Bett hat sie ins Kinderzimmer gestellt,
jetzt verlangt sie von mir die Scheidung.

Jeden Morgen wache ich schweißgebadet auf
und weiß nicht, was heute wieder geschieht.
So gehe ich früh aus dem Haus, irre umher,
am liebsten käme ich nie mehr nach Haus’.

Was ist in unsrer Ehe schief gelaufen?
so frage ich mich und grüble ohne Ende.
Was soll ich nur tun, was ist der richtige Weg?
Schließlich suchte ich kompetenten Rat.

„Jeder von euch ist seinen Weg gegangen,
ihr wart für wenige Stunden am Tag
eine Zweckgemeinschaft, da ihr zusammen,
merkt ihr nun, es verbindet euch nichts mehr.

Einst hat euch Gott zusammengeführt,
ihr aber habt vergessen, nach IHM zu fragen,
wolltet nicht wissen: „Wer bin ich, wer bist du?
Woher kommen wir, wohin gehen wir?“

Mit äußeren Dingen habt ihr euch beschäftigt,
und vernachlässigt das, was euch verbunden hätte,
und steht nun vor dem Scherbenhaufen dieser Welt.
In Matth.7:7 steht: „Suchet, so werdet ihr finden.“

Gott wird dich an die Hand nehmen und dich führen:
„Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt“ (Jes.60:1)
Gott wartet nur darauf, dass du ins Vaterhaus,
in dein inneres Selbst, zurückfindest. JETZT.“

AMEN

Margrit Seelig de Boll