Stille

Jeden Tag wenige Minuten für mich. Das hört sich nicht nach viel an, aber es tut mir gut. Fünf oder zehn Minuten in denen ich mich ganz auf mich konzentriere, auf meinen Atem, meine Gedanken ruhen lasse und mich durch nichts ablenken lasse. Das tut mir gut und gibt mir das Gefühl dir, lieber Gott, ganz nah zu sein.

Angst haben

Angst haben vor dem Unbekannten, vor neuen Herausforderungen, vor Menschen, die ich noch nicht kenne und vor Situationen, die mir vollkommen neu sind. Kennst du diese Situationen auch?
Lieber Gott, du hast mich gemacht genau so wie ich bin. Mit all meinen positiven Seiten und ebenso mit all meinen Macken und Kanten. Du liebst mich dafür. Gib mir in diesen oben beschriebenen Situationen das Gefühl, dass du bei mir bist, dass ich nicht alleine bin und dass ich keine Angst zu haben brauche.

Mit dem Strom

Allzuoft schwimme ich lieber mit dem Strom, als auch mal meine Meinung zu sagen, mich gegen die mehrheitliche Meinung zu stellen, wenn sie mir als nicht korrekt erscheint. Doch es ist soviel einfacher nichts zu sagen, mit der Menge zu laufen. Gib mir in diesen Momenten die Kraft mit dem entgegen zu stemmen, mich hinzustellen und meine Meinung kundzutun.

Einmalig sein

Immer wieder lese ich, dass jeder Mensch einmalig ist, lieber Gott.
Jeder Mensch tickt anders, hat andere Interessen, Schwerpunkte und kann sich für ganz unterschiedliche Dinge begeistern. Viel zu häufig vergesse ich meine eigenen Stärken, meine Besonderheiten, die Dinge, die mich besonders machen und sehe eher meine Schwächen, die Dinge, die ich nicht kann, an denen ich scheitere.
Guter Gott, öffne meinen Blick für meine positiven Seiten und öffne auch den Blick aller, die ebenso wie ich allzu häufig nur negative Dinge sehen und das Positive übersehen.

Lieber Gott,
wie oft erwische ich mich, dass ich mich mit jemandem unterhalte, meine Gedanken aber ganz woanders sind. Ich eigentlich gar nicht richtig zu höre – nur mit einem Ohr, wenn überhaupt. Dabei ist das doch unser eigentlicher Reichtum, die Zeit, die wir mit Menschen verbringen können. Die Informationen, die wir miteinander austauschen können. Das gemeinsame Lachen über lustige Begebenheiten oder einfach nur das Zusammensein und Unterstützen in guten wie in schlechten Zeiten. Das ist mein Reichtum, den ich viel zu selten ausschöpfe, weil ich viel zu häufig den oberflächlichen Dingen hinterher hetze im Glauben, dass diese mich reicher machen.

Menschen mit Behinderung

Lieber Gott,
ich vergesse häufig wie einfach für mich vieles ist. Ich gehe einfach die Treppe in meiner Wohnung runter, ich überspringe steige einfach über ein niedriges Hindernis oder springe schnell die Stufen beim Friseur hoch. Mir wird diese Bewegungsfreiheit nur selten bewußt. Segne alle Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung diese Freiheit nicht haben. Stärke all diese Menschen und ganz besonders öffne meine Augen im Alltag, dass ich mir dessen bewusster werde und sehe, wenn ein Mitmensch meine Hilfe braucht.