Krankheit, Sterben und Tod

Krankheit, Sterben und Tod:
Warum sollte ich mir darüber Gedanken machen?
Ich bin doch noch jung, das ganze Leben liegt schließlich noch vor mir!

Andererseits:
Das ernsthafte Nachdenken über den Tod macht mich erst fähig, wahrhaft zu leben.
Dann spüre ich: Ich verdanke mein Leben nicht mir selbst!
Mein Leben ist wertvoll, ich muss es achten und sorgsam damit umgehen!
Der Tod ist ein Teil des Lebens!
Ich darf die Alten und Kranken nicht vergessen!
Die Antwort auf die Frage „Was kommt nach dem Tod?“ hat Konsequenzen für meine Einstellung zum Leben!

Jesus, du bist immer für das Leben eingetreten und hast dem Tod seinen Schrecken genommen.
Für dich hatte der Tod nicht das letzte Wort.
Lass mich daraus Zuversicht gewinnen – für mein Leben und in meinem Sterben.

Jesus

Jesus, tu tatest, was notwendig war, nicht das, was man von dir erwartet.

Du warst der Freund der Ausgestoßenen und Missachteten, der Infizierten und der Habenichtse.
Dir war egal, wie reich jemand war oder welches Ansehen er genoss.
Dir war allein wichtig, dass er ein gutes Herz hatte und zur Umkehr bereit war.

Und worauf schaue ich bei den Menschen?
Auf ihr Äußeres.
Auf ihr Prestige.
Auf ihren Besitz.
Auf ihre Leistungsfähigkeit.

Ich will mich mehr an Jesus orientieren!

Ich möchte anderen gefallen

Ich möchte anderen gefallen,
ich möchte mitreden können,
ich möchte ernst genommen werden,
ich möchte im Mittelpunkt stehen,
ich möchte wer sein.

Bei dir, Gott,
werden meine Träume Wirklichkeit:
Ich gefalle dir, so wie ich bin;
ich kann immer mit dir reden,
du nimmst mich jederzeit ernst;
bei dir stehe ich stets im Mittelpunkt,
bei dir bin ich wer!

Das müsste mir nur mal klarer werden:
Mein Leben würde neu!

Bete nicht

Bete nicht: „Gott, hilf den anderen!“
Bete lieber: „Gott, hilf mir helfen.“

Bete nicht: „Gott, tu dies und das für mich!“
Bete lieber: „Gott, steh mir bei!“

Bete nicht: „Wo bist du, Gott?“
Bete lieber: „Gott, hier bin ich!“

Wer betet, stiehlt sich nicht aus der Verantwortung, sondern stellt sich ihr – vor Gott!

Ich bin einsam

Allein bin ich,
einsam und verlassen fühle ich mich.
Gott, du bist da.
Auch wenn ich dich nicht fassen kann,
so weiß ich doch:
Du bist bei mir.
Deine Nähe macht mich stärker, gibt mir Zuversicht.

Alles, was ich denke und fühle

Alles, was ich denke und fühle, trage ich selbstbewusst nach außen:
Ich stehe ein für meine politische Meinung,
ich zeige meine Vorliebe für bestimmte Markenprodukte,
ich favorisiere öffentlich eine besondere Musikrichtung.
ich halte nicht hinterm Berg mit meinen Einstellungen.
 
Nur wenn es um meinen Glauben geht, beschleicht mich eine seltsame Zurückhaltung.
 
Bibel? Beten? Gottesdienst? Religiöses Interesse? Christsein?
Muss ja nicht jeder merken!
 
Ich weiß selbst nicht genau, warum.
Sollte ich angesichts dieses fantastischen Gottes nicht mutiger, offener und einladender meinen Glauben leben und bekennen?

Mein Gott

Mein Gott,
du wirst gesucht und verleugnet,
du wirst verehrt und missbraucht,
du wirst angebetet und verhöhnt,
du wirst gelobt und verachtet,
du wirst geliebt und gehasst,
du wirst verherrlicht und niedergemacht.
 
Deine Langmut mit dem Menschen ist übermenschlich.
Sie kann nur deiner unfassbaren Liebe zum Menschen entspringen.
Danke.

Alle fühlen sich im Recht!

Alle fühlen sich im Recht!
Sportler gegenüber dem Schiedsrichter,
Unfallgegner an den Autowracks,
Steuerzahler gegenüber dem Finanzamt,
Nachbarn am Gartenzaun,
die Opposition gegenüber der Regierung,
Eltern und Kinder am Esstisch,
der Angeklagte gegenüber dem Richter,
der Meinungsführer im Schülerpulk.
Alle pochen auf ihr Recht!
 
Wer aber pocht auf die Rechte
der Hungernden,
der Kranken,
der Schwachen,
der Besitzlosen,
der Wohnungssuchenden,
der Arbeitslosen?
Würde ich deren Rechte mit der gleichen Lautstärke einklagen
wie mein eigenes Recht, die Welt sähe wahrscheinlich menschlicher aus.

Sag nicht Nein,

zu den Ereignissen, die deine Pläne durchkreuzen;
die deine ursprünglichen Träume wie Seifenblasen zerplatzen lassen; die deinem Lebensweg eine ungeahnte Richtung geben.
 
Vielleicht sind diese überraschenden Wendungen nicht so zufällig, wie du denkst.
Vielleicht ist da einer, der mit dir etwas vorhat, was du dir vorher nicht hättest vorstellen können.
 
Wage das Neue,
sei experimentierfreudig, lass dich auf das Wagnis ein und gestehe Gott die Freiheit zu, dein Leben zu durchkreuzen.
 
Er meint es gut mit dir!