Bei Gott wohnt die Freude

Bei Gott wohnt die Freude
und von ihm kommt sie herab
und ergreift Geist, Seele und Leib,
und wo diese Freude einen Menschen gefasst hat,
dort greift sie um sich, dort reißt sie mit,
dort sprengt sie verschlossene Türen.

Dietrich Bonhoeffer

Rückhaltlose Hingabe

Die rückhaltlose Hingabe
an Jesus Christus ist die Quelle
jenes inneren Friedens und Glücks,
dessen äußerer Widerschein die
immer gleichbleibende Heiterkeit,
die stille Fröhlichkeit ist.

Edith Stein

Tränen

So viele Tränen:
Tränen des Abschieds und der Trauer,
Tränen des Schmerzes und der Sorge,
Tränen der Verzweiflung und der Ohnmacht,
so viele Tränen in mir und in der Welt.
Woher kommt mir Trost?
Wo finde ich Hoffnung?
Gott, du hast mir zugesagt, meine Tränen zu trocknen.
Du hast mir zugesagt, bei mir zu sein bis ans Ende meiner Tage.
Ich weiß, du weinst mit mir – das hilft.
Amen.

Petra Stadtfeld

Wo einer meint…

Wo einer meint, den Weg mit Gott
nicht mehr länger gehen zu können,
weil er zu schwer ist, da wird uns
Gottes Nähe, Gottes Treue, Gottes Stärke
zum Trost und zur Hilfe, da erst erkennen wir Gott
und den Sinn unseres christlichen Lebens recht.

Dietrich Bonhoeffer

Barmherzigkeit

Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel,
der stets über uns fest bleibt.
Unter diesem Dach sind wir sicher,
wo auch immer wir sind.

Martin Luther

Aufgabe des Menschen

Aufgabe des Menschen ist es,
„mit allen seinen Kräften“
Gott zu lieben und ihm zu dienen:
d. h. aber mit den Kräften,
die einem Gott gegeben hat
und mit keinen andern.
Sich in die Grenzen seiner Natur zu fügen,
das gehört wesentlich zum Gehorsam
gegenüber dem göttlichen Willen
und zum inneren Frieden.

Edith Stein

In Trauer

Gott, ich bin unendlich traurig,
denn ich habe einen lieben Menschen verloren.
Ich kann es noch gar nicht fassen, dass sie/er nicht mehr da ist.
Der Schmerz zerreißt mir das Herz. Ich vermisse sie/ihn so sehr.
Wenn ich aufwache, bin ich allein.
Wenn ich schlafen gehe, bin ich allein.
Das Haus ist so leer. Mein Leben ist einsam geworden.
Nichts ist mehr so, wie es war.
Wie kann ich ohne sie/ihn leben?
Es fällt mir noch schwer, nach vorne zu schauen.
Tröste mich, Gott, und zeige mir, wie es weitergehen kann.
Amen.

Ausgebrannt und leer

Gott, ich fühle mich ausgebrannt und leer.
Die Aufgaben und Pflichten des Alltags kosten mich immer mehr Kraft.
Der Beruf, die Familie, die Freunde …
Ich habe Angst, dass mir das alles über den Kopf wächst
und ich mich selbst verliere.
Es ist nicht so, dass ich mein Leben nicht mag, so wie es ist.
Nur ist mir oft alles zu viel und dann frage ich mich:
Wie kann es weitergehen?
Lass mich in deiner Nähe neue Kraft schöpfen
und zeige mir den Weg zum Leben in Fülle.
Amen.

Petra Stadtfeld