Aufgabe des Menschen

Aufgabe des Menschen ist es,
„mit allen seinen Kräften“
Gott zu lieben und ihm zu dienen:
d. h. aber mit den Kräften,
die einem Gott gegeben hat
und mit keinen andern.
Sich in die Grenzen seiner Natur zu fügen,
das gehört wesentlich zum Gehorsam
gegenüber dem göttlichen Willen
und zum inneren Frieden.

Edith Stein

In Trauer

Gott, ich bin unendlich traurig,
denn ich habe einen lieben Menschen verloren.
Ich kann es noch gar nicht fassen, dass sie/er nicht mehr da ist.
Der Schmerz zerreißt mir das Herz. Ich vermisse sie/ihn so sehr.
Wenn ich aufwache, bin ich allein.
Wenn ich schlafen gehe, bin ich allein.
Das Haus ist so leer. Mein Leben ist einsam geworden.
Nichts ist mehr so, wie es war.
Wie kann ich ohne sie/ihn leben?
Es fällt mir noch schwer, nach vorne zu schauen.
Tröste mich, Gott, und zeige mir, wie es weitergehen kann.
Amen.

Ausgebrannt und leer

Gott, ich fühle mich ausgebrannt und leer.
Die Aufgaben und Pflichten des Alltags kosten mich immer mehr Kraft.
Der Beruf, die Familie, die Freunde …
Ich habe Angst, dass mir das alles über den Kopf wächst
und ich mich selbst verliere.
Es ist nicht so, dass ich mein Leben nicht mag, so wie es ist.
Nur ist mir oft alles zu viel und dann frage ich mich:
Wie kann es weitergehen?
Lass mich in deiner Nähe neue Kraft schöpfen
und zeige mir den Weg zum Leben in Fülle.
Amen.

Petra Stadtfeld

Bleibe mir nahe

Gott, es gibt Tage, da fehlen mir die Zeit
und die Ruhe, um zu beten.
Heute ist ein solcher Tag.
Doch wenigstens für einen Augenblick
möchte ich innehalten und dir sagen,
dass ich an dich denke.
Ich möchte dich nicht aus dem Blick verlieren,
denn ich brauche dich.
Ich weiß, du hast viel Geduld mit mir. Danke dafür.
Bleibe mir nahe und lege deine schützende Hand über mich.
Amen.

Petra Stadtfeld

Nicht die Formel

Nicht die Formel, nicht die Zahl der Worte,
sondern der Glaube fasst Gott
bei seinem väterlichen Herzen,
das uns längst kennt.
Das rechte Gebet ist nicht ein Werk,
eine Übung, eine fromme Haltung,
sondern es ist die Bitte des Kindes
zum Herzen des Vaters.

Dietrich Bonhoeffer