Gott, meine Gedanken wirbeln durch den Kopf

Gott, meine Gedanken wirbeln durch den Kopf
und die vielen Stimmen und Geräusche des Tages
hallen in mir nach.
Lege sanft deine Stille in mein Gemüt.
Lass es still werden in mir,
damit das Ungeordnete sich ordnen
und das Aufgewühlte sich beruhigen kann.
Lass mich ruhig werden vor dir,
damit es leise wird in mir
und ich deine Stimme hören kann.
Amen.

Petra Stadtfeld

Ich bin müde, doch ich kann nicht schlafen, Gott

Ich bin müde, doch ich kann nicht schlafen, Gott.
Die Gedanken halten mich wach.
Ich drehe mich von einer auf die andere Seite
und komme einfach nicht zur Ruhe.
Dabei brauche ich meinen Schlaf so nötig, um mich zu erholen
und Kraft zu sammeln für den neuen Tag.
Ich bitte dich: Beruhige meinen Geist
und hilf mir loszulassen, was mich so sehr beschäftigt,
im Vertrauen darauf, dass du da bist und gut für mich sorgst.
Schenke mir deinen Frieden
und lass mich heute Nacht gut schlafen.
Amen.

Petra Stadtfeld

Guten Morgen, mein Gott!

Guten Morgen, mein Gott!
Ich freue mich auf den Tag.
Ich lebe gern.
Das will ich dir sagen.
So geht es heute nicht allen.
Darum gib mir strahlende Augen,
hilfreiche Hände, aufmerksame Ohren,
wärmende Worte,
beruhigendes Schweigen,
einen Blick für das,
was zwischen den Zeilen steht,
und eine ansteckende Fröhlichkeit.
Schenke mir ein klares Gedächtnis
für mein schönes Leben heute,
damit ich mich daran erinnere,
wenn es mir selbst mal schlecht geht.

Benedikt Wagner

Zwischen Gewissheit und Zweifel

Zwischen Gewissheit und Zweifel.
Zwischen Antworten und Fragen.
Zwischen Hier und Woanders.
Zwischen Geschichte und Zukunft.
Zwischen Liebe und Alleinsein.
Zwischen Hoffen und Verzweifeln.
Zwischen Ja und Nein.
Zwischen oberflächlich und echt.
Zwischen mutig und verzagt.
Zwischen den Stühlen.
Zwischen allem, was mir Sicherheit gibt.
Du bist bei mir, Gott.

Marcus C. Leitschuh

Nicht in verstaubten Büchern

Nicht in verstaubten Büchern.
Nicht in alten Ritualen.
Nicht in historischen Gemäuern.
Nicht in überlieferten Gesängen.
Im Hier und Jetzt.
Im Heute und Morgen.
In meinem Leben.
In diesem Moment.
Durch mein Handeln.
Durch mein Lieben.
Wird Gott lebendig.

Marcus C. Leitschuh

Gott, ich denke an dich

Gott, ich denke an dich.
Für einen Moment möchte ich innehalten
während meiner Arbeit im Büro,
in der Fabrik, im Haus, im Garten …
um mir bewusst zu machen, dass du da bist.
Du siehst mich und du weißt, wie es mir geht.
Ich will dich teilhaben lassen an meinem Leben.
Geh mit mir durch den Tag
und gib gut auf mich acht.
Amen.

 

Petra Stadtfeld