Herr, du kennst mich

Herr, du kennst mich. Du kennst die Vergangenheit, aus der ich komme, du kennst die Zukunft, in die ich gehe. Du kennst den Lauf der Welt, unsere wunderbaren Fähigkeiten und unsere Grausamkeiten. Auch in schweren Stunden bist du bei mir, so fern ich dir auch manchmal bin. Danke!

Wenn ich glaube, lebe ich anders

Ich brauche nicht zu hetzen. Ich habe nicht ständig Angst, etwas zu verpassen. Ich kann das Mögliche tun und das Unmögliche wagen. Nichts wirft mich um, denn ich trage eine unverlierbare Hoffnung im Kopf und im Herzen: Du, Gott, wirst alles zu einem guten Ende bringen.

Du trägst mein Leben

Bei dir, Gott, finde ich Halt. Du kennst meine Zweifel und hilfst mir, sie zu überwinden. Du kennst meine Gaben und hilfst mir, sie einzusetzen. Du kennst meine Ängste – und verwandelst sie in Zuversicht. Du trägst mein Leben.

Einzelstück

Guter Gott, der Mensch wird als Einzelstück geboren. Deshalb möchte ich mich annehmen und liebe, meine Talente entfalten, an meinen Schwächen arbeiten und meine Persönlichkeit entwickeln, um nicht als Kopie zu sterben.

Herzensangelegenheit

Ich wünsche mir ein weises Herz, dass ich stets weiß, das Richtige zu tun, ein tapferes Herz, dass ich Schicksalsschläge aushalte, ein fröhliches Herz, dass ich gelassen und zuversichtlich lebe, ein mitfühlendes Herz, dass ich erkenne, wo ich gebraucht werde, ein getröstetes Herz, dass sich nicht Verzweiflung bei mir einnistet. Ich wünsche mir ein offenes Herz für andere Menschen – und für Gott.

Udo Hahn

Aufbruch ins Leben © 2016 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer, www.bube.de

Schenke mir Kraft

Schenke mir Kraft und Energie, Ausdauer und Lebenslust, Freude und Ernsthaftigkeit. Hilf mir beim Suchen und Finden, im Trauern und Zweifeln, heute und immer. Sei mit mir, mein guter Gott.

Das Leben feiern

Erwecke mich, Herr, aus meinem Schlaf der Ohnmacht. Lass mich nicht nur auf das zurückblicken, was gewesen ist. Hilf mir, aufzustehen im Hier und Jetzt, damit ich mit aufrechtem Blick dir und den Menschen begegnen kann.

Sebastian Delißen

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So, wie ich bin

Gott, nimm mich so, wie ich bin, mit meinen Hoffnungen, mit meinen inneren Kämpfen, mit meiner Fantasie und Zärtlichkeit, mit meiner Freude, die ich wie gehörte Melodien zum Himmel rufe.

Zu oft kreisen meine Gedanken

Immer wieder nehmen sie den Ausgangspunkt bei mir, und immer wieder kehren sie zu mir zurück: Ich! Ich! Ich!
Wenn ich bete, ist das ganz anders. Dann richte ich den Blick auch einmal von mir weg, auf andere Menschen, auf Gott.
Und auf einmal spüre ich: Da gibt es viel mehr zwischen Himmel und Erde, als ich je zu träumen wagte. Gleichzeitig finde ich auch wieder zu mir selbst, auf eine neue, bis dahin nie gekannte Weise. Ich entdecke, was es bedeutet, zugleich frei und verantwortlich zu sein.
Und der Himmel berührt die Erde.
Danke, Gott!

Bruno Griemens

 

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