Wir bewundern St. Martin

Wir bewundern St. Martin,

kaufen uns eine Laterne, eine Fackel, Brezel, folgen dem Martinsspiel,
mit Kapelle und Pferd ziehen wir durch die Straßen, singen,
hin zum Feuer, Bratwurst und Punsch.
Wirklich bewundere ich die St. Martins unsere Zeit.
Jene, die ihren Mantel teilen, ihre Zeit, ihre Liebe,
ihr Land, ihre Überzeugung, mit denen, die nichts haben.
Ich bewundere die St. Martins unserer Zeit, die helfen,
ohne an Profit zu denken, die Hände reichen, die die eine Überzeugung haben,
die, die Seele des Menschen sehen, nicht die Nationalität.
Ich bewundere die St, Martins unserer Zeit, die sich mutig für ein besseres Leben,
eine bessere Gesellschaft, für mehr Liebe und Achtung einsetzen.
Noch heute könnte ich beschließen,
diesem schönen Brauch wieder mehr Sinn zu geben.
Wie St. Martin können ich werden, jeden Tag
meinen Mantel teilen, meine Liebe, meine Achtung,
meine Zeit, meinen Respekt, meine Aufmerksamkeit –

auch dann, wenn grad keine Kapelle fröhliche Martinslieder spielt.

© Dagmar Ender

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