Weihnachten, das Fest der Liebe

Gebet
Weihnachten, „das Fest der Liebe.“
Oh, wie ist man beschäftigt,
jeder soll ja ein Geschenk erhalten,
das ihn an diesem Tag erfreut.

Auch ich suche nach Geschenken,
um sie für meine Lieben zu besorgen,
so laufe ich hierhin und dorthin
und stolpere über einen Menschen.

Ich halte inne und entschuldige mich
bei einem Mann, der am Boden sitzt
und mir seine Hand entgegenstreckt.
Ich sehe, … traurig, trostlose Augen,
ihn seinen Hund mit der andern Hand
streicheln, der auf seinem Schoß ihn wärmt
und einen Pappteller mit paar Cent Münzen,
bittend einladend vor seinen Füßen stehen.

Überwältigt von seinem armseligen Anblick,
lege ich ein Geschenk in seine offene Hand
mit den Worten: „Gott segne Sie.“
Beim Berühren unserer Hände treffen mich
zwei leuchtende Augen mitten ins Herz,
und mit dankbarer Stimme höre ich ihn sagen:

„Gott segne auch Síe“, „Frohe Weihnachten!“

Tief berührt, unerwartet selbst gesegnet zu werden,
füllen sich meine Augen mit Tränen und erwidere,
„ Frohe Weihnachten!“ und denke im Stillen:
„Du, mein Bruder in Christus, Sohn unseres Vaters,
göttliche Liebe floss durch mich hin zu dir
und machte dich und mich glücklich.

Dank sei dir, himmlischer, gegenwärtiger  Vater,
dass ich zu DEINEM Instrument werden durfte,
damit seine Not etwas gelindert ward,
mir aber war bewusst, das alles, was ich habe,
mir von dir, Gott, aus Gnade gegeben wurde,
so dass ich fähig war, meine Fülle zu teilen.

„Was ihr getan habt einem unter
diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr MIR getan.“ (Matth.25:40)
AMEN

Margrit Seelig de Boll

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

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