Himmlischer Vater

Himmlischer Vater, Wie glücklich bin ich, wenn für mich gebetet wird, wie schwierig ist es, in Notsituationen mich auf DICH zu verlassen, DIR voll zu vertrauen, dass DU gegenwärtig bei mir und auch bei meinen Lieben bist, wo sie sind oder sein mögen und uns allen hilfst. Im Psalm 112:2 heißt es: „Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Darauf verlasse ich mich und danke DIR, Gott, dem Vater, Sohn und Heiligem Geist für diese Zusage. AMEN.

Margrit Seelig de Boll

Deine Liebe

Lieber himmlischer Vater, Gott. Habe Dank für DEINE Liebe, die DU in jedes menschliche Herz, bevor es geboren wurde, hineingepflanzt hast. Verzeih mir, wenn ich DEINE unendliche Liebe bei einem bestimmten Menschen gesucht habe, bitter enttäuscht wurde und nun erkennen durfte. DEINE Liebe ist nicht an einen Menschen gebunden. Den Strom DEINER göttlichen Liebe fand ich in mir selbst und lasse ihn nun strömen zu allen Lebewesen hin und mache die Erfahrung, er fließt tausendfältig zu mir zurück. Es macht mich glücklich und lässt mich mit Mensch und Tier in Frieden leben. AMEN.

Margrit Seelig de Boll

Mittendrin

Lieber Gott,
es ist Abend und ich habe ein paar Minuten Zeit für Dich. Ich sammle meine Gedanken und bringe vor Dich, was mich bewegt.
Mein Gebet und Du: Mittendrin.
Die Nachrichten sind wieder etwas hoffnungsvoller, aber immer noch passiert so viel Schreckliches auf der Welt: Kriege und Gewalt, Flüchtlingselend und Hoffnungslosigkeit. Ich leide an meiner Ohnmacht, ich würde gerne mehr tun.
Die Weltpolitik und Du: Mittendrin
Auf meinem Schreibtisch häufen sich die Papierberge. So viel, was noch erledigt werden muss. So viel, was ich gerne tun würde.
Meine Arbeit und Du: Mittendrin
Am Arbeitsplatz passiert zu viel auf einmal, es bleibt so wenig Zeit, die Gedanken zu sortieren, in Ruhe ein Gespräch zu führen und über gute Lösungswege nachzudenken. Alles soll sofort entschieden und erledigt werden, am besten vorgestern.
Meine Kollegen und die Menschen, die mir anvertraut sind und Du: Mittendrin
In der Familie bleibt zu wenig Zeit füreinander. Ich denke an meine alte Mutter, die nicht in meiner Nähe wohnt und an die Söhne, die schon ihr eigenes Leben führen. Meine Gedanken sind oft bei ihnen. Ich bete, dass du sie behütest und mit deinem Segen begleitest.
Meine Familie und Du: Mittendrin.
Draußen ist es Frühling. Die Kirschblüte im Schlossgarten hat begonnen, am Haardtrand leuchten die Mandelblüten. In meinem Garten herrscht noch Winterschlaf. Nur eine Narzisse blüht schon fröhlich gelb. Morgens zwitschern die Vögel lauter.
Die Natur um mich herum und Du: Mittendrin.
Danke für mein Leben, in dem Du mittendrin bist.
Amen.

Hanna Schwichtenberg

Gott, wer bist du?

Liebe Gott,

wer bist du? Bist du da oben im Himmel oder mitten unter uns. Bist du einer von uns? Oder ist jeder von uns ein kleines bißchen du?
Wenn ich einem anderen Menschen in die Augen schaue, sehe ich dann einen kleinen Teil von dir? Wenn ich den Baum im Garten fälle, bist du das auch?

Manchmal glaube ich, je weniger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich. Und je weniger ich versuche dich zu finden, desto näher fühle ich mich dir.

Hört sich irgendwie verrückt an – ist aber so.

 

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.

Danke

Ich danke dir für das Leben, das du mir geschenkt hast.

Ich danke dir für die Menschen, die den Weg mit mir gehen.

Ich danke dir für deine Gnade, die mich das Leben bestehen lässt.

Irmgard Erath

Mag deine Liebe in mir wohnen

So oft bete ich „Dein Wille geschehe.“ Es ist die wohl schwerste Zeile, die Du uns aufbürdest. Ich schaue das Kreuz an und denke, wieso hast Du Deinen geliebten Sohn für uns sterben lassen? Wie kannst Du all das Leid zulassen? Wieso muss mir gerade genau jetzt das passieren? Ich schaue auf das Kreuz und es schweigt. Enttäuscht fällt mir ein, dass auch Jesus sich von Dir verlassen fühlte. Und dennoch… irgendetwas rührt mich an. Wer liebt, der leidet. Denn nur ein liebendes Herz fühlt auch Schmerz. Wenn Du Deinen Sohn so liebtest, kennst auch Du Leid. Du hast uns dafür die Erlösung geschenkt. Begreifen werde ich das nie. Und trotzdem… habe nicht auch ich nach Tagen der Finsternis ein Licht am Ende des Tunnels gesehen? Es gibt Tage, lieber Gott, da kann ich Dich nicht verstehen. Ich bin wütend, weil Du all das zulassen konntest. Es gibt viel Schlimmeres auf der Welt. Doch manchmal fühle ich mich von Dir überfordert. Dann gibst Du mir vor allem eines: Zeit. Zeit zum wütend sein. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum Verstehen. Irgendwann macht alles einen Sinn. Du gabst mir Menschen zur Seite, die ich brauchte und die mich brauchten. Du schenktest mir Lichtmomente, als ich tief in meiner Dunkelheit versank. Stück für Stück nahm ich sie wahr. Schließlich musste ich lächeln, weil ich mich fragte, warum Du mich gerade so glücklich machst. Du gabst mir die Kraft, „mein Kreuz“ zu tragen. Du hast mich getragen, als ich zu schwach war, weiterzugehen. Heute sitze ich wieder vor Deinem Kreuz – und lächle. Ich danke Dir für all das, was Du mir auf den Weg gegeben hast. Es war schwer, aber ich habe Deine Liebe spüren dürfen. Du stelltest Dich hinter mich und fingst mich auf. Du hast mich gehalten, als ich fiel. Du richtetest mich wieder auf, damit ich sehen kann, dass Du genau vor mir stehst, mir Deine Hände entgegenstreckst und mich umarmen möchtest. Denn Du leidest mit mir, weil Du mich liebst. Und damit ich nicht mehr leide, schenkt mir Deine Liebe mein Lächeln zurück. Mag Deine Liebe in mir wohnen und neu mein Vertrauen in Deinen Willen stärken.

Elisabeth Schaab / Choco Lilly

Vielen Dank für die Zusendung dieses Gebets.